Die Eisenbahn in der Welt


Globale Gesetzgebung in Europa zur Eisenbahnsicherheit


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Die Eisenbahn fand ihren Ursprung in England, und ihre Entwicklung war eine der Folgen der industriellen Revolution zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Seitdem ermöglicht die Bahn mit wachsender Schnelligkeit: Kommunikation, Waren- und Personenverkehr in den Städten der Welt.

LÉGISLATION GLOBALE EN EUROPE EN TERME DE SÉCURITÉ FERROVIAIRE


Heute ist die Eisenbahn ein Massenverkehrsmittel geworden, bei dem die Sicherheit der Nutzer mit der Steigerung der Zahl der Nutzer erstrangig geworden ist. Aber die Sicherheitsnormen können sich von einem Land zum anderen erheblich unterscheiden. Zusätzlich zu einer manchmal komplexen Verwaltung können sie die Eisenbahnunternehmen bei ihrem Versuch bremsen, auf Märkte zuzugreifen. Eine gemeinschaftliche Harmonisierung der Sicherheitsnormen wird deshalb von den gemeinschaftlichen Behörden angestrebt.

So hat das europäische Parlament mit dem Ziel, eine globale Gesetzgebung in Europa für den Bereich der Eisenbahnsicherheit einzuführen, die Richtlinie 2004/49/EG angenommen :

> Diese Richtlinie zur Eisenbahnsicherheit wird durch Änderung des Artikels umgestaltet, der die Bedingungen festlegt, unter denen die Eisenbahnfahrzeuge, die in einem Mitgliedstaat genutzt werden, berechtigt werden können, auf dem Netz eines anderen Mitgliedstaats zu verkehren. Die neue vorgeschlagene Verfügung sieht die gegenseitige Anerkennung der Eisenbahnfahrzeuge in Betrieb vor. Mit anderen Worten, die Fahrzeuge, die in einem Mitgliedstaat bereits zugelassen sind, werden keinem gleichartigen oder gleichwertigen Zulassungsverfahren in einem anderen Mitgliedstaat unterzogen, außer hinsichtlich besonderer nationaler Anforderungen.

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EU-Bericht 4/2004

Eisenbahntransporte

> 1.4.89. Richtlinie 2004/49/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über Eisenbahnsicherheit in der Gemeinschaft und zur Änderung der Richtlinie 95/18/EG des Rates über die Erteilung von Genehmigungen an Eisenbahnunternehmen und der Richtlinie 2001/14/EG über die Zuweisung von Fahrwegkapazität der Eisenbahn, die Erhebung von Entgelten für die Nutzung von Eisenbahninfrastruktur und die Sicherheitsbescheinigung; Richtlinie 2004/50/EG des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Richtlinien 96/48/EG und 2001/16/EG des Rates über die Interoperabilität des transeuropäischen Eisenbahnsystems; Verordnung (EG) Nr. 881/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates zur Einrichtung einer Europäischen Eisenbahnagentur; Richtlinie 2004/51/EG des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Richtlinie 91/440/EWG des Rates zur Entwicklung der Eisenbahnunternehmen der Gemeinschaft.
> Annahme des gemeinsamen Entwurfs durch das Europäische Parlament am 22. April.
> Annahme des gemeinsamen Entwurfs durch den Rat am 26. April.

Unterzeichung durch das Europäische Parlament und den Rat am 29. April. Dieses “Eisenbahnpaket” wird dazu beitragen, die Marktintegration zu beschleunigen, indem gewichtige Hemmnisse für grenzüberschreitende Verkehrsdienste beseitigt werden. Es wird ein hohes Sicherheitsniveau im Bahnbetrieb gewährleisten und durch eine größere Harmonisierung technischer Normen im Eisenbahnsektor zu Kostensenkungen und Betriebserleichterungen beitragen. Das Paket umfasst insbesondere:

1 > Einen Vorschlag zur Änderung der Richtlinie 91/440/EWG, mit der die Rechte auf Zugang zur Infrastruktur auf Güterverkehrsdienste innerhalb eines Mitgliedstaats ausgedehnt und die Marktöffnung beschleunigt werden sollen. Der grenzüberschreitende Schienengüterverkehrsmarkt muss bis 2006 geschaffen sein. Als Datum für die vollständige Öffnung des Schienengüterverkehrsmarktes, einschließlich der Kabotage, wurde der 1. Januar 2007 festgelegt;

2 > Einen Vorschlag für eine Richtlinie über Eisenbahnsicherheit mit der Festlegung wesentlicher Merkmale von Sicherheitssystemen für Infrastrukturbetreiber und Eisenbahnunternehmen. Dadurch sollen ein gemeinsames Sicherheitskonzept entwickelt und ein gemeinsames System für die Ausstellung, den Inhalt und die Gültigkeit der Sicherheitsbescheinigung eingeführt werden. Ferner zielt der Vorschlag darauf ab, wie in anderen Sektoren auch, den Grundsatz unabhängiger technischer Untersuchungen von Unfällen einzuführen;

3 > Vorschlag für eine Verordnung zur Einrichtung einer Europäischen Eisenbahnagentur, die technische Unterstützung im Bereich der Interoperabilität und Sicherheit leistet. Die Eisenbahnagentur soll erstens mit der Ausarbeitung gemeinsamer Sicherheitsnormen betraut werden und ein System zur Überwachung des Sicherheitsniveaus schaffen und verwalten sowie zweitens langfristig das System zur Festlegung, Registrierung und Überwachung der technischen Spezifikationen für die Interoperabilität verwalten. Der Agentur kommt eine Schlüsselrolle bei der technischen Vereinheitlichung der Schienenverkehrssysteme zu. Sie wird unabhängig sein, aber eng mit Fachleuten zusammenarbeiten. Die Agentur wird keine Entscheidungsbefugnisse als solche haben, sondern der Kommission Vorschläge unterbreiten;

4 > Einen Vorschlag zur Änderung der Richtlinien 96/48/EG und 2001/16/EG zur Interoperabilität, die, außer weiteren Anpassungen der Interoperabilitätsrichtlinien, die durch obige Vorschläge notwendig werden, im Wesentlichen sicherstellen soll, dass in Bezug auf das Netz, in dem ein offener Zugang gewährleistet ist, und das Netz, in dem die Interoperabilitätsregeln gelten, ein einheitlicher Anwendungsbereich gegeben ist, der schrittweise auf das ganze europäische Netz ausgedehnt wird.

Wirkung der Richtlinie


Diese Richtlinie zielt auf die Modernisierung der Regelstrukturen im Bereich der Sicherheit ab, damit die Zuständigkeiten klar festgelegt und gleichmäßig verteilt sind. Die Regierungen müssen nationale Sicherheitsbehörden benennen, damit diese Genehmigungen zur Inbetriebnahme von Anlagen und Fahrzeugen erteilen können.

> Europa ist der Hauptexportbereich für unsere französische Eisenbahnindustrie. Es stellt einen Marktanteil von etwa 40% dar, insbesondere mit Spanien, dem Vereinigten Königreich und Osteuropa, die besonders dynamisch sind.

> Asien stellt etwa 20% des Welteisenbahnmarktes mit einem Wachstumspotenzial von 4-6% dar. Die zahlreichen Projekte in China, Südkorea und Thailand stärken diesen Markt, der sich mitten im Wachstum befindet. In den kommenden Jahren wird Asien ein immer wichtigerer Kunde für unsere Eisenbahnindustrie sein.

> Der amerikanische Kontinent verfügt über eine große Eisenbahninfrastruktur, vor allem im Frachtbereich. Die Städte Nordamerikas sind sehr gut mit Metros ausgestattet, und die im Süden sind dabei, es zu werden.

> Afrika verfügt über wenig an städtischen Eisenbahnnetzen; nur Kairo, Tunis und Algier verfügen über eine Metro in Betrieb. Die übrigen Infrastrukturen veralten, und die Folgen der wiederholten politischen Instabilität des Kontinents machen die Konkretisierung von Projekten schwierig.

So führte die Liberalisierung des Eisenbahnsektors dazu, dass dieser Markt „transparenter“ wurde. Da die Eisenbahn von nun an zugänglich für neue Akteure ist, muss sie zu einem immer weiter normalisierten Angebot für die Sicherheit aller tendieren, damit alle Nutzer von den günstigen Folgen eines konkurrenzfähigen und dynamischen Sektors profitieren können.

[ JO L 164 du 30.4.2004 ]


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